Leben und Sinn des Lebens

Es war einmal ein Tag. Ein Tag an dem ich die Straße entlang eilte. Irgendwas war wichtig….

Und plötzlich fand ich mich in der Gewißheit wieder, daß unter mir ‚Nichts‘ war – ja, ich ging auf der Straße, aber unter der Straße, unter dem Planeten Erde, da war ‚Nichts‘.

Und die Gewißheit sagte mir auch unverblühmt, daß über mir auch ‚Nichts‘ war. Der Himmel endet nicht irgendwo. Der geht einfach immer weiter in die unendliche Leere des Weltalls.

Und plötzlich ging ich langsam.

Sich zu beeilen fühlte sich absolut sinnlos an…

Ich bin nur ein kurzes Aufblinken in dieser Unendlichkeit. Und kurz darauf bin ich weg.

Trotzdem bin ich eine der Glücklichen, weil sich bei mir dann immer ein Gefühl einfindet. Ein Gefühl von Verbundensein mit allem und genau da, genau da finde ich Sinn.

Über viele Jahre habe ich gelernt, daß es wichtig ist die Herzensqualitäten zu üben, um Sinn in der Sinnlogiskeit zu finden und eine Art des Daseins, die mit Neugierde und Liebe im Zentrum immer weiter erforscht und ergründet, sodaß ich mich, mit Trotz und trotzdem, weiter entfalte und offen bleibe.

Aber nicht alle haben so viel Glück…..für einige füllt die Sinnlosigkeit des Lebens alles aus und genau da, genau da will ich den Menschen treffen.

In der Tiefe unseres Seins.

Life & Meaning meaninglesness exploration darkness

Meditation

ist seit 1994 Teil meines Lebens. Praktiziert habe ich in verschiedenen Traditionen/ Richtungen, von Triratna, über Zen zu Vipassana etc.

Mein besonderes Interesse ist der Frühe Buddhismus, weil ich das Gefühl habe, daß er mir Buddha als Mensch unter uns zeigt, der pragmatisch ist und weiß, wie er zu den verschiedenen Menschen und ihrer Lage spricht.

Die Texte, die dem zugrunde liegen finde ich interessant und untersuche sie gerne, wie sie im Kontext der Zeit des Buddha und in unsere komplizierte moderne Welt übersetzt werden können.

An Retreats teilzunehmen ist eine Priorität für mich. Das längste Retreat, an dem ich teilgenommen hatte, war über 10 Monate  und es hat mich tief berührt.

Weil ich gerne die Lehre selbst erkunden, weitergeben und verstehen möchte, ist es ein Privilegium für mich, selbst unterrichten zu können.

Das Wunsch des Weitergebens ist auch der Grund, daß ich gemeinsam mit Christin Illeborg und Signe Glahn Copenhagen Insight Meditation (CIM) gegründet habe und dort auch unterrichte.

Spiritualität

Für mich bedeutet Spiritualität nach unten zu wachsen – in den Körper hinein.

Wenn ich mit meinem Körper in Kontakt bin, dann kenne ich meine Grenzen und bin in Kontakt mit meinen Gefühlen ohne daß sie mich überwältigen.

Ich weiß, daß ich fühle und kann reagieren, wenn ich reagieren will.

Spiritualität ist für mich Integration von Körper, Gefühlen und Geist. NIcht weg oder vorbei an meiner Erfahrung zu einer anderen, transzendentalen Realität.

Sondern hier und jetzt, wie es sich gerade jetzt offenbahrt.

Spiritualität ist auch kein intellektuelles Verstehen von der Lehre oder Verstehen, wie unser Gehirn/Sinn von Praxis beeinflußt wird. Auch wenn ich das selbst interessant finde.

Spiritualität ist eine Verankerung im Körper, in die ich mich hineinlehnen kann und trotzdem in der Gewißheit verweilen kann, daß ich viel mehr als nur mein Körper bin.

Und trotzdem bin ich kein abgegrenzter Satellit – alles ist verbunden!

Alltag

Ich arbeite derzeit in vielen verschiedenen  Bereichen und weiß, was ein stressiger Alltag ist und was er fordert.

Ich weiß, daß es wichtig ist jeden Tag zu praktizieren – und nicht nur am Kissen, sondern viel mehr mit unserer Familie, unseren Freunden, Bekannten und Kollegen und natürlich all denen, die für uns herausfordernd sind.

Ich weiß, wie sowohl meine therapeutischen Mittel als auch meine buddhistische Praxis mein Leben stützen und wie ich immer wieder zu den einfachen Dingen zurückfinde, die mir im Alltag helfen.

Und ich weiß, daß Alltag nicht gleich Alltag ist und daß unser tägliches Leben unsere Praxis ist und dadurch unser Leben nicht einfach ’nur‘ alltäglich ist.

Unser Leben ist auf jede Art und Weise einzigartig.

Denn, wie kann es sein, daß es uns gibt?

Was jetzt?

So wie es aussieht, bleibt es dabei, daß ich weiter neugierig bin, trotzig weitersuche und untersuche, mich weiterbewege, manchmal dabei stolpere, um dann irgendwann wieder Boden zu finden…

…auch wenn es den vielleicht gar nicht gibt!

Psychotherapy & Meditation Trauma shock life crisis spiritual crisis

Ausbildung und Fachliche Schulung

Mag. rer. nat. (Biologie), Universität Wien (1995)

Ausgebildete Integrale Psychotherapeutin von ID Academy

(mit Schwerpunkt Trauma und Transpersonal)

Ausgebildete Dhamma Lehrerin von Bodhi College

Mitgründerin von Copenhagen Insight Meditation (CIM)

 

Mitglied des dänischen Psychotherapeuten Vereins, MPF

Mitglied des ID Psychotherapeuten Vereins, IDPF

Weiterbildung

Liebe und Sexualität (ID Academy)

Traumaspuren (Espen Andli)

Body Movement Therapie (Human Education Group)

Every human is a piece of art, put together by all means available.

Pierre Janet